adidas ARENA, World of Sports

Herzogenaurach, Germania
Zeitraffer des Gebäudehubs – adidas ARENA
Video © Marc Pfeiffer (Kamera und Schnitt), Paul Levin Rohde (Schnitt))
Foto © David Matthiessen, Stuttgart
Foto © David Matthiessen, Stuttgart
Foto © David Matthiessen, Stuttgart
Ingegneri
Werner Sobek – Engineering, Design & Nachhaltigkeit
Sede
Herzogenaurach, Germania
Anno
2019
Cliente
adidas AG
Architektur
Behnisch Architekten, Stuttgart/Deutschland
Leistungen von Werner Sobek
Tragwerksplanung (LPH 1 − 4 gem. HOAI, Erstellung von Leitdetails) Stichprobenartige Bauüberwachung
Auszeichnungen
Ingenieurpreis des Deutschen Stahlbaus | European Steel Design Award

Die adidas ARENA in Herzogenaurach ist ein markantes Verwaltungsgebäude mit skulpturalem Charakter. Die Eingangsebene bietet als „gebaute Landschaft“ vielfältigen Nutzungen Platz. Über diesem wie ein grüner Hügel wirkenden Eingangsbereich ist der restliche Baukörper 12,5 m über Gelände aufgeständert – aber erst seit Abschluss der Montagearbeiten; ein wesentlicher Teil dieser Montagearbeiten erfolgte nämlich fast ebenerdig. 76 Hydraulikpressen hoben dann die 12.500 Tonnen schwere Stahlkonstruktion inklusive der untersten beiden Decken in die Höhe. Anschließend wurden unter der Konstruktion 67 V-förmige Verbundstützen montiert, auf denen das dreigeschossige Gebäude seitdem ruht. Werner Sobek zeichnete für die Tragwerksplanung des Gebäudes verantwortlich, das von dem Stuttgarter Architekturbüro Behnisch entworfen wurde. Anfang 2014 hat die adidas Gruppe einen Architekturwettbewerb für die Erweiterung ihrer Firmenzentrale ausgeschrieben – das neu zu planende Bürogebäude ARENA sollte zukünftig den Haupteingang der „World of Sports“ bilden. Der hierfür von Behnisch Architekten erarbeitete Entwurf ging als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Das neue Gebäude hat im Grundriss Abmessungen von ca. 143 m x 118 m. Das Erdgeschoss wird direkt gegründet. Die Obergeschosse 1 bis 3 werden über V-förmige Stützen ca. 12,5 m über Gelände aufgeständert. Um eine möglichst flexible Nutzung zu gewährleisten, wurde für die Obergeschosse eine Vierendeelkonstruktion gewählt, die in einem Raster von 8,10 m Stützen vorsieht und die auf Diagonalen oder aussteifende Wände vollständig verzichtet. Das Erdgeschoss ist eine unabhängige Stahlbetonkonstruktion aus Stützen, Wänden und Decke. Diese Konstruktion ist durch eine begrünte und begehbare Überschüttung von den Obergeschossen entkoppelt. Die V-Stützen der Obergeschosse durchdringen die Decke des Erdgeschosses, ohne jedoch mit diesem eine statische Verbindung einzugehen.

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