Hotel Lindenhof

Naturno
© Foto René Riller
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© René Riller
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Architetti
Architekten Marx & Ladurner
Sede
39025 Naturno
Anno
2018

"Seit März 2018 steht das Vier-Sterne-Hotel Lindenhof in Naturns den Gästen wieder offen. Behutsam ergänzten die Architekten Stephan Marx und Elke Ladurner die ursprünglich 1972 errichtete Anlage um drei eigenständige Baukörper für den Wellness- und Familienbereich. Grau verputzte Fassaden und Sockel- und Gestaltungselemente in Naturstein und rotem Holz stellen den Bezug zur traditionellen Architektur des Ortes her.
(420 Z.)

Am Fuße des Naturparks Texelgruppe im Südtiroler Vinschgau gelegen, bietet das selbsternannte „alpin-mediterrane Wellness-Dorf“ Naturns für Wanderer, Mountainbiker sowie für Erholungssuchende und Familien ein umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot. Eine der ersten Adressen in der 5500-Einwohner-Marktgemeinde ist zweifelsohne das im März 2018 wiedereröffnete Dolce Vita Wellness Hotel Lindenhof. Nur wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt, schmiegt es sich – von Weinbergen und Wald umgeben – in den nach Süden ausgerichteten Berghang. Seinen Namen verdankt das Hotel den vier Kaiserlinden, die wenige Meter unterhalb der Einfahrt stehen.
Erbaut wurde die Anlage ursprünglich 1972 im Auftrag des damaligen Besitzers Werner Nischler Senior. Eine erste umfassende Modernisierung fand im Jahr 2004 nach den Plänen von Gernot Lesina Debiasi statt.
Ganz im Zeichen der Zeit entschloss sich die Gastgeberfamilie Nischler nun, den Wellness- und Familienbereich des Lindenhofs weiter auszubauen und aus dem Haus ein Ressort der Luxusklasse zu machen. Das Ergebnis, für das die Architekten Stephan Marx und Elke Ladurner aus dem benachbarten Schlanders verantwortlich zeichnen, lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen: drei eigenständige Baukörper, ein Saunaturm und zwei Zimmertürme, die sich in ihrer äußeren Gestalt gänzlich vom Bestand unterscheiden und dem Lindenhof ein zeitgemäßes Image verleihen.

Die neuen Gebäude gruppieren sich im Südosten, im Osten und im Norden um die bestehende Struktur und bilden in der Gesamtheit einen fächerförmigen, kleinteiligen Komplex. Alle Baukörper sind über ein gemeinsames Sockelgeschoss miteinander verbunden, wobei der ursprüngliche Hoteleingang erhalten blieb. Der südöstliche Zimmerturm markiert als „Tor“ die Zufahrt zum Haus. Im hangseitigen Teil der Anlage befindet sich der offene Spa-Bereich mit Liegewiesen und terrassierter Badelandschaft. Die Anlieferung zu Lager und Küche erfolgt, abgeschirmt von der Öffentlichkeit, seitlich über einen überdachten Hof.
Tiefe Loggien und schmale horizontale Fensterbänder gliedern die Ansichten der neuen Baukörper. Das Sockelgeschoss ist mit Naturstein verkleidet, die Obergeschosse sind im Grauton des Dolomitsteins grob verputzt. Lamellen, Ausfachungen und Brüstungen aus ortstypischem hellrotem Holz bilden hierzu einen farblichen Kontrast. Im Inneren setzen sich die Materialien Stein und Holz in einem ausgewogenen Verhältnis aus modernen und traditionellen Elementen fort. Die Wandoberflächen erhielten zum Teil Verkleidungen aus Holz, zum Teil einen Strukturputz.

Der erweiterte Spa- und Wellnesstrakt umfasst acht Relaxräume, sieben Saunen und acht Pools, darunter einen Skypool mit 360-Grad-Blick. Highlight im Familienbereich ist sicherlich die Riesenwasserrutsche. Sie liegt im Angelpunkt zwischen Baukörper Süd und Ost und schlängelt sich über drei Ebenen hinunter bis ins erste Untergeschoss. Dort befinden sich auch das Teeniebecken, das Kinderbecken und die zweigeschossige und von oben belichtete Turnhalle mit Kletterwand. Ein Kino sowie ein Betreuungsraum für die kleineren und ein Spieleraum für die größeren Kinder ergänzen im Erdgeschoss das Familienangebot. Die neuen Wohneinheiten sind zu Familiensuiten erweiterbar. Durch eine Verbindungstür sind zwei Zimmer miteinander verbunden; auch das Kinderzimmer verfügt über ein eigenes Badezimmer und einen eigenen Wohnbereich. Des Weiteren gibt es eine Luxus-Penthouse-Suite von 235 m2 Fläche. Kulinarik wird im Hotel Lindenhof ebenfalls sehr groß geschrieben. So erweiterten und gestalteten die Architekten die Küche, den Speisesaal und die Vinothek mit ihren über 500 Weinen ganz neu."

Katja Pfeiffer

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