Danterceppies Umlaufbahn

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Adresse
Streda Dantercëpies, 39048 Wolkenstein in Gröden
Jahr
2013
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke

Als strategisch wichtige Position der weltberühmten Sellaronda ist die Dantercepies-Seilbahn unzähligen Wintersportlern bekannt. Sie verbindet Wolkenstein mit dem Grödner Joch und gilt als Hauptverbindung zwischen dem Grödner- und dem Gadertal.

2013 wurde die Seilbahn ein weiteres Mal umgebaut, um Wintersportlern mehr Komfort bieten zu können. Sie wurde heutigen Verhältnissen und Ansprüchen angepasst und gleichzeitig dezent in die Landschaft der Dolomiten eingefügt. Durchgeführt werden musste das Umbauprojekt innerhalb von knappen sechseinhalb Monaten.  

Alle Pläne waren schon ausgearbeitet, als dem Bauvorhaben Anfang Mai 2013 eine Mure von einem Kilometer Länge und 300 Metern Breite in die Quere kam. Losgelöst unterhalb der kleinen Cirspitze führte der Erdrutsch dazu, dass für die Gondelbahn eine neue Trasse gefunden werden musste. Damit waren beinahe alle Umbaupläne hinfällig.

Ein neuer Plan musste her – und das in Rekordzeit. Eine Skisaison ohne die Sellaronda wäre undenkbar gewesen.

Parallel zum Bau der durch die Mure notwendig gewordenen Mittelstation, begann man mit Bodenverfestigungs- und Renovierungsarbeiten entlang der Skipiste und an den Tal- und Bergstationen. Dank der Kompetenz und der engen Kooperation der unterschiedlichen Ämter sowie der Baufirmen und Handwerker ist es tatsächlich gelungen den neuen und in kürzester Zeit aufgestellten Plan rechtzeitig umzusetzen.

Für das Architekturbüro Perathoner war die Planung der Aufstiegsanlage eine große Herausforderung. Es lag dem Architekten am Herzen, die neue Danterceppies bestmöglich in das Landschaftsbild einzufügen.  

Innovatives Design und viel Komfort

Auf das Design der Umlaufbahn wurde trotz des engen Zeitplanes großen Wert gelegt. Von der Auswahl der Materialien bis hin zur Formgebung der Stationen wurde alles genau durchdacht. Der verwendete Sichtbeton mit seiner speziellen Körnung aus Dolomitengestein wirkt aufgrund seiner rauen Oberfläche besonders naturgetreu. Die großzügige Verwendung von Holz schafft eine wohlige und warme Atmosphäre und die großen Glasfronten in den Stationen und den Kabinen sorgen für Helligkeit und einen wunderbaren Ausblick.

Ein Großteil der Kubatur wurde unterirdisch ausgeführt, damit der Baukörper nicht zu stark aus dem Gelände ragt. Das Gebäude fügt sich somit bestens an das bestehende Gelände, sodass die relevante Kubatur des Gebäudes kaum ersichtlich bleibt. So wie das innovative Design der Aufstiegsanlage eine Besonderheit ist, so ist auch das Angebot an Komfort besonders. Neben der Talstation wird den Skifahrern zusätzlich ein innovativer Pavillon für Entspannung und Ruhemomente zur Verfügung gestellt. Auch bei der neu entstandenen Mittelstation wurde eine Symbiose zwischen Gebäude und Landschaft gebildet.

„Die technischen Räumlichkeiten wurden auf das Wesentliche reduziert und der Umgebung angepasst, sodass sich das 50 Meter lange Gebäude optimal in die umgebende Landschaft einfügt.

Die Bergstation zeichnet sich durch ihre besondere Form aus: „Wie ein Segel öffnet sie sich zur Landschaft“, so Perathoner. Der gesamte Baukörper wurde in Hochofenzement ausgeführt. Weiters wurde der Zement wassergestrahlt um die Körnung des Dolomitengesteins als Zuschlagstoffe in den Vordergrund zu setzen und dem Gebäude einen besonderen Charakter zu geben. Große Glasfronten umhüllen den ganzen Baukörper und geben dem Gebäude die erforderliche Transparenz.

Die Bergstation dient nun als erkennbarer Ankerpunkt zwischen dem Grödnertal und dem Gadertal.

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